Wir forschen für den Infektionsschutz

Flächenhygiene

Türgriff, Trageliege, Tablet zur mobilen Datenerfassung: Kontaminierte Flächen in Rettungsfahrzeugen sind eine häufige – und unterschätzte – Quelle für die Übertragung von Krankheitserregern. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über die Verbreitung von Keimen auf Flächen und wie Sie diese unschädlich machen, ohne sich selbst zu gefährden.

Erreger auf Kontaktflächen im Transportraum: Ernst nehmen …

MRSA auf Kontaktflächen
Bei MRSA-Transporten sind 10 % der Kontaktflächen mit dem Erreger kontaminiert.


Quelle:
Keppler P. Die Bedeutung der Übertragung von MRSA im Krankentransport. Vortrag beim Treffen des Landesverbandes der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst NRW, Köln, 31. Oktober 2012.

Kontamination auf Geräten
Beatmungszubehör, Blutdruckmanschetten und Stethoskope weisen eine hohe Keimbelastung u.a. mit Staphylococcus aureus und Enterobacter spp. auf.


Quelle:
Kober P et al. (2001) Hygienestatus von Fahrzeugen und Ausrüstung im Rettungsdienst. Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 2001; 36 (1): 25–30.

Patientenumgebung kontaminiert
In Krankenwagen, in denen MRSA-Patienten transportiert wurden, befanden sich MRSA-Kontaminationen vor allem in der unmittelbaren Patientenumgebung.


Quelle:
Eibicht SJ, Vogel U (2011) Meticillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) contamination of ambulance cars after short term transport of MRSA-colonised patients is restricted to the stretcher. J Hosp Infect. 2011; 78 (3): 221–225.

MRSA in RTW
Methicillin-resistente Staphylococcus aureus befinden sich auf 7 % von 150 einsatzbereiten RTWs.


Quelle:
Wildermuth S et al. (2013) Die Ulmer SEKURE-Studie: Untersuchungen der Erregerbelastung im Rettungsdienst – eine Bestandsaufnahme. HygMed 2013; 38 [1/2]: 16–22.

Infektionsgefahr über Monate
Noroviren können auf unbelebten Flächen bis zu 7 Tage überdauern und Infektionen auslösen, Staphylococcus aureus sogar bis zu 7 Monate.


Quelle:
Kramer A et al. (2006) How long do nosocomial pathogens persist on inanimate surfaces? A systematic review. BMC Infect Dis. 2006; 6: 130.

Mehr zur Kontamination von Kontaktflächen
finden Sie im E-Learning-Tool.

… und wirksam beseitigen! Damit Sie schnell wieder Fahrt aufnehmen können,
finden Sie hier einige Tipps zur Aufbereitung von Rettungsfahrzeugen.

Qualitätssicherung für die Hygiene im Rettungsdienst

Die Flächenhygiene ist ein wichtiges Element zur Unterbrechung von Infektionsketten. Entscheidend dabei ist, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen auch richtig umgesetzt werden. Deswegen empfiehlt das Robert Koch-Institut zur Qualitätssicherung der Desinfektions- und Reinigungsverfahren, hygienische Kontrollen durchzuführen [1]. Mit seinem GlowCheck Test-Kit und den BODE Dip Slides Combi bietet HARTMANN hilfreiche Tools, die den Rettungsdienst bei der Überprüfung seiner Hygienemaßnahmen unterstützen.


GlowCheck zur Kontrolle von Flächenreinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen

Das GlowCheck Test-Kit bietet diverse Möglichkeiten, die Flächenreinigung und -desinfektion optisch, mittels UV-Licht zu kontrollieren. Nach durchgeführter Flächendesinfektion erlaubt das System nicht nur eine zeitnahe Aussage über die Durchführungsqualität, sondern ist darüber hinaus jederzeit flexibel einsetzbar. Das Set beinhaltet den GlowCheck-Automatikstempel „Hygiene Check!“, GlowCheck als Pumpspray und dem GlowCheckmarker, mit dem eine UV-aktive Spezialfarbe auf verschiedenste Oberflächen aufgebracht werden kann. Mit der 12-LED-UV-Schwarzlicht-Taschenlampe kann die unsichtbare Markierung sogar bei Tageslicht sichtbar gemacht werden, um die Qualität der Reinigung und Desinfektion der markierten Flächen zu evaluieren.

Mehr Informationen zum GlowCheck Set


BODE Dip Slides Combi zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl in Flüssigkeiten und auf Flächen

Die BODE Dip Slides bieten eine kosteneffiziente Option, den Hygienestatus hausintern zu überwachen: Externe Labore oder die aufwändige Herstellung von Nährmedien können in vielen Fällen entfallen.

Zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl in flüssigen Medien wird der fertig vorbereitete Nährbodenträger einfach einige Sekunden in das Prüfmedium eingetaucht. Zur Kontrolle von Oberflächen kann der Nährbodenträger einfach per Abklatsch an die Fläche gedrückt werden, bei schwer zugänglichen Oberflächen empfiehlt sich die Verwendung eines sterilen Wattetupfers mit dem ein Abstrich genommen und auf der Agarfläche gleichmäßig verteilt wird. Mit Prüfort und -datum beschriftet können die Proben im Wärmeschrank oder auch bei Raumtemperatur bebrütet werden. Die Auswertung erfolgt einfach über den optischen Vergleich der Koloniedichte auf den Nährmedien mit den mitgelieferten Musterbildern. Aufgrund der sehr einfachen Handhabung ist das Set so auch für mikrobiologisch nur wenig geschulte Mitarbeiter geeignet.

Mehr Informationen zu den BODE Dip Slides


Derma LiteCheck Box Schulungstool für die Händehygiene

Die Qualität der Händehygiene hängt unter anderem von der Einreibetechnik ab: Bei unvollständiger Benetzung der Hände entstehen Benetzungslücken, die die Effizienz der Händedesinfektion reduzieren. Um die korrekte Technik zu verinnerlichen, sind regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter empfehlenswert, z. B. mit einer fluoreszierenden Trainingslösung (Visirub®) und der Derma LiteCheck Box, die Benetzungslücken sofort sichtbar macht. So sind die Lerneffekte der Schulung besonders nachhaltig.

Mehr Informationen zur Derma LiteCheck® Box


Quelle:
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI). Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen. Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2004 · 47:51–61.

Allgemeine Informationen zur Flächendesinfektion im Rettungsdienst

Hygienerisiko Fläche

Viele Krankheitserreger können mehrere Wochen bis Monate auf unbelebten Flächen überleben. Von den kontaminierten Flächen können die Erreger auch nach längerer Zeit durch Berührung auf Patienten oder Rettungskräfte übertragen werden und eine Infektion auslösen.

Persistenz einiger klinisch relevanter Erreger auf unbelebten Oberflächen

Bakterien
Klebsiella spp.bis zu 30 Monate
Pseudomonas aeruginosabis zu 16 Monate
Escherichia colibis zu 16 Monate
Staphylococcus aureus inkl. MRSAbis zu 7 Monate
Enterococcus spp. inkl. VRE, VSEbis zu 4 Monate
Pilze
Candida albicansbis zu 4 Monate
Viren
Vacciniavirusbis zu 5 Monate
Adenovirusbis zu 3 Monate
HAVbis zu 2 Monate
Norovirusbis zu 7 Tage


Quelle: Kramer A et al. (2006) How long do nosocomial pathogens persist on inanimate surfaces? A systematic review. BMC Infectious Diseases 2006; 6: 130.

 

RKI-Empfehlung zur Flächendesinfektion

Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt: „Durch die Desinfektion soll der Bereich so hergerichtet werden, dass er ohne Infektionsgefährdung zur Pflege oder Behandlung eines anderen Patienten genutzt werden kann.“ [1]

Somit muss nach jedem Patiententransport eine Flächendesinfektion im Fahrzeug durchgeführt werden.

Quelle:
1. Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2004, 47: 51 – 61.

Tabelle zur Flächendesinfektion in Transportfahrzeugen kostenfrei als PDF anfordern.


Definition und Ziele der Flächendesinfektion

Die Desinfektion ist ein Prozess, durch den vermehrungsfähige Mikroorganismen abgetötet bzw. inaktiviert werden. Ziel der Desinfektion ist, den Transportwagen wieder in einen Zustand zu versetzen, von dem keine Infektionsgefährdung ausgehen kann. Nur dann kann dieser Bereich zum Transport eines weiteren Patienten genutzt werden.

Denken Sie immer daran: Die einwandfreie Durchführung der Flächendesinfektion schützt den Patienten vor der Ansteckung mit Infektionskrankheiten!

Hintergründe & Praxis-Tipps finden Sie im CME-Beitrag „Flächendesinfektion“ auf www.bode-science-center.de unter SCIENCE.

Anforderungen an Flächen-Desinfektionsmittel

VAH-Listung
Verwenden Sie ein Flächen-Desinfektionsmittel, das durch den VAH (Verbund für Angewandte Hygiene e.V.) gelistet wurde. Die Wirksamkeit der VAH-gelisteten Produkte ist durch standardisierte Testmethoden erwiesen.

Ausnahme Seuchenfall: Bei behördlich angeordneter Entseuchung dürfen nur RKI-gelistete Flächen-Desinfektionsmittel mit der dort angegebenen Einsatzkonzentration verwendet werden (Grundlage: §18 Infektionsschutzgesetz).


Wirksamkeit
Das Flächen-Desinfektionsmittel muss wirksam gegen den vorliegenden Erreger sein. Stimmen Sie daher das Wirkungsspektrum im Falle einer Infektionserkrankung auf den Keim ab: Bei den Wirkungsspektren wird unterschieden zwischen bakterizid, levurozid, fungizid, begrenzt viruzid, viruzid, sporizid, tuberkulozid und mykobakterizid.

Liegt keine Infektionserkrankung vor, so sollte das eingesetzte Flächen-Desinfektionsmittel ein bakterizides und levurozides Wirkungsspektrum erfüllen.


Materialverträglichkeit
Achten Sie beim Einsatz von Flächen-Desinfektionsmitteln auf die Herstellerangaben zur Materialverträglichkeit.

Durchführung der Flächendesinfektion

Empfehlenswert: Das Scheuer-Wisch-Desinfektionsverfahren

Die beste Wirksamkeit gegenüber Krankheitserregern wird mit dem Scheuer-Wisch-Desinfektionsverfahren erzielt. So gehen Sie dabei vor:

  • Die zu desinfizierende Fläche unter leichtem Druck mit einem Desinfektionsmittel getränkten Tuch oder Wischbezug abreiben. Die Fläche muss vollständig mit dem Desinfektionsmittel benetzt sein, damit genügend Wirkstoff auf die Fläche gelangt.

  • Blut, Erbrochenes, Stuhl etc. auf Flächen: Nehmen Sie das organische Material zunächst mit einem Desinfektionsmittel getränkten Tuch auf und entsorgen dies sachgerecht. Anschließend wird die Fläche desinfiziert.

  • Sicherheit geht vor: Tragen Sie beim Durchführen der Scheuer-Wischdesinfektion geeignete Schutzausrüstung.

 

Vorsicht: Fehlerquellen

  • Nebelfeuchtes Wischen: Diese Methode führt zu keiner ausreichenden Benetzung der zu desinfizierenden Fläche. In Benetzungslücken werden die Krankheitserreger nicht abgetötet.

  • Sprühdesinfektion (ohne Wischen): Dieses Verfahren kann zum einen die Atemwege oder die Haut gefährden und zum anderen Benetzungslücken verursachen, welche eine zuverlässige Wirkung gefährden. Daher sollte die Sprühdesinfektion ausschließlich auf Bereiche beschränkt werden, die durch eine Wischdesinfektion nicht erreichbar sind (z. B. kleine Ecken oder Kanten).

 

Empfehlungen zur korrekten Sprüh-Wischdesinfektion finden Sie auf www.bode-science-center.de unter CENTER.

Verfahren zur Flächendesinfektion

Gebrauchsfertige vorgetränkte Tücher

Geeignet zur Desinfektion kleinerer Flächen im Transportfahrzeug und zur Entfernung von sichtbaren Kontaminationen durch organisches Material.

Beachten Sie die Herstellerangaben zur Reichweite: Gebrauchsfertige vorgetränkte Desinfektionstücher sind in verschiedenen Tuchgrößen mit unterschiedlicher Reichweite (qm pro Tuch) erhältlich. Eine ausreichende Desinfektionsleistung wird erzielt, wenn die Oberflächen gut benetzt sind.

Mehr Infos zu Einmaltüchern unter www.bode-science-center.de


Einweg-Tuchspendersysteme

Geeignet zur Desinfektion von kleineren wie größeren Flächen im Transportfahrzeug und zur Entfernung von sichtbaren Kontaminationen durch organisches Material.

Bei Einweg-Systemen wie dem BODE X-Wipes Safety Pack* entfällt die Aufbereitung komplett. Durch den Einmalgebrauch wird die Gefahr einer Verkeimung der Anwendungslösung größtmöglich reduziert und das Risiko der Biofilmbildung vermieden. Damit entsprechen Einweg-Tuchspendersysteme auch den Anforderungen der VAH für die Flächendesinfektion in Bereichen mit besonderem Infektionsrisiko  wie Intensivstation, Hämatoonkologie, Verbrennungsstation und Neonatologie.

Befüllt werden kann der Standbodenbeutel mit allen flüssigen Flächen-Desinfektionsmitteln von HARTMANN. Die Gebrauchslösungen haben im Safety Pack eine maximale Standzeit von 28 Tagen.

* Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

 

Lesen Sie mehr: Warum Einweg-Tuchspendersysteme den Patientenschutz verbessern.


Mehrweg-Tuchspendersysteme

Geeignet zur Desinfektion kleinerer und größerer Flächen im Transportfahrzeug und zur Entfernung von sichtbaren Kontaminationen durch organisches Material. Durch das geschlossene System ist eine Verwendung der Gebrauchslösung je nach Hersteller von bis zu 28 Tagen möglich.

Beachten Sie: Mehrweg-Tuchspendersysteme müssen beim Wechsel einer Vliesrolle sorgfältig (maschinell oder manuell) aufbereitet werden, um eine bakterielle Kontamination der Anwendungslösung zu vermeiden. Bei dem BODE X-Wipes ®Mehrweg-Tuchspendersystem mit Folienbeutel muss nur der Deckelverschluss routinemäßig aufbereitet werden.

 

Mehr Infos zur Aufbereitung von Tuchspendersystemen unter www.bode-science-center.de

 
Gebrauchsfertige Lösungen (Konzentrate)

Geeignet zur Desinfektion größerer Flächen, wie z. B. bei der Desinfektion aller Flächen im Innenraum eines Transportfahrzeuges.

Was Sie beim Ansetzen einer Gebrauchslösung beachten sollten, lesen Sie im Bereich „FAQ“.

Flächendesinfektion bei C. difficile

Patienten mit Clostridium difficile-assoziierter Diarrhoe (CDAD) scheiden große Mengen vegetativer Bakterien und Sporen von C. difficile aus. Ob durch direkte Kontamination mit erregerhaltigem Material (Fäkalien) oder indirekte Kontamination durch Handkontakt – die Oberflächen im Rettungsfahrzeug können nach dem Transport eines CDAD-Patienten Infektionsrisiken bergen: Während die Bakterien selbst lediglich 15 Minuten auf unbelebten Oberflächen überlebensfähig sind (1), können die widerstandsfähigen Sporen bis zu fünf Monate an der Luft überleben (2). Beim Transport von Patienten mit CDAD gilt daher für die Rettungskräfte, besondere Hygienemaßnahmen zu beachten – um sich selbst und nachfolgende Patienten bestmöglich zu schützen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt, unmittelbar nach dem Transport eines symptomatischen Patienten, eine Wischdesinfektion sämtlicher Handkontaktflächen sowie verwendeter Gegenstände durchzuführen (3). Zu verwenden sind hier Flächendesinfektionsmittel mit sporizider Wirksamkeit, um auch die robusten C. difficile-Sporen zu inaktivieren.

Praxistipp: Bei speziellen Erregern, wie C. difficile, empfehlen Experten, die angegebene Einwirkzeit vor der Benutzung der Fläche abzuwarten (4).


Zur wirksamen Flächendesinfektion bei C. difficile-Sporen eignen sich beispielsweise folgende Produkte:

ldehydhaltige Formulierung: Kohrsolin FF Tissues*, Kohrsolin extra Tissues, Kohrsolin FF, Kohrsolin extra

Sauerstoffaktives Granulat: Dismozon plus

* Kohrsolin FF Tissues nicht sporizid wirksam, aber mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen C. difficile (Einzelgutachten).


Quellen:
1. Buggy B. et al. Comparison of methods for recovery of Clostridium difficile from an environmental surface. J Clin Microbiol 1983, 18 (2).
2. Hota B. et al. Contamination, disinfection, and cross-colonization: are hospital surfaces reservoirs for nosocomial infection? Clin Infect Dis 2004, 39(8).
3. Robert Koch-Institut, RKI-Ratgeber für Ärzte: Clostridium difficile, Stand: 19.05.2016.
4. Kampf G. Flächendesinfektion. Krankenhaushygiene up2date, 2013, 8.

Flächenhygiene bei Noroviren

Eine akute Norovirus-Infektion zeichnet sich durch starkes Erbrechen und ausgeprägten Durchfall aus – oft einhergehend mit einem potenziell gefährlichem Flüssigkeitsverlust. Noroviren zählen in Deutschland zu den häufigsten Verursachern meldepflichtiger infektiöser Gastroenteritiden. Im Stuhl infizierter Patienten befinden sich bis zu 10 Millionen Noroviren-Partikel pro Gramm. Die Infektionsdosis ist hingegen vergleichsweise gering: 10 bis 100 Viruspartikel genügen, um eine Norovirus-Gastroenteritis auszulösen. Gleichzeitig sind die Partikel besonders widerstandsfähig und können auf unbelebten Flächen bis zu sieben Tagen überleben – die sorgfältige Flächenhygiene spielt daher für den Schutz von Mitarbeitern und nachfolgenden Patienten eine zentrale Rolle.

Praktische Übersicht: Fordern Sie jetzt die Tabelle zur Flächendesinfektion in Transportfahrzeugen kostenfrei als PDF an.

Ob Routine- oder Ausbruchsfall: Zur Inaktivierung von Noroviren auf Oberflächen empfiehlt das Robert Koch-Institut, Flächen-Desinfektionsmittel mit sogenannter „low level“ viruzider Wirksamkeit – gemäß DVV Carriertest – oder viruzider Wirksamkeit nach RKI-Testmethode einzusetzen. Letzteres entspricht Produkten der RKI-Liste mit dem Wirkungsbereich A und B (Viruzidie).


E-Learning Tool zur Flächenhygiene

Wissen vertiefen – Kenntnisse auffrischen: Das zertifizierte E-Learning Tool für den Rettungsdienst beinhaltet u. a. umfassende Lerninhalte zur Flächenhygiene. Lernen Sie beispielsweise, welches Wirkungsspektrum für welchen Erreger geeignet ist und welche Flächen routinemäßig desinfiziert werden müssen – spielerisch und flexibel mit dem Modul „Flächenhygiene“.
Jetzt E-Learning testen.

Tipp: Vorgetränkte Desinfektionsmitteltücher sind besonders praktisch für den Einsatz im Rettungsdienst, da sie sofort verwendbar sind und platzsparend im Rettungswagen gelagert werden können. Zur schnellen Flächendesinfektion bei Noroviren eignen sich zum Beispiel die materialschonenden Bacillol® 30 Tissues und die hochwirksamen Kohrsolin® extra Tissues.


Quellen:
Rabenau H. et al. Quantitative Prüfung der viruziden Wirksamkeit chemischer Desinfektionsmittel auf nicht-porösen Oberflächen. Hyg Med 2012; 37(3): 78–85
Robert Koch-Institut, Krankentransport und Rettungsdienst, Stand 2012.
Robert Koch-Institut, Norovirus-Gastroenteritis, RKI Ratgeber für Ärzte, Stand: 11.08.2014

Hygienemonitoring auf Flächen

UV-Test

Bei dem UV-Test handelt es sich um ein Verfahren zur optischen Durchführungskontrolle. Der Hygieneverantwortliche bringt dabei zunächst einen UV-Stempel, der bei normalem Licht nicht sichtbar ist, auf die zu testende Oberfläche auf. Nachdem eine Flächendesinfektion durch einen Mitarbeiter durchgeführt wurde (angemessenen Zeitraum abwarten), kann auf der Test-Stelle mit UV-Licht überprüft werden, ob die Stelle behandelt wurde. Wenn der UV-Stempel nicht mehr sichtbar ist, wurde die Fläche gründlich bearbeitet. Sind Stempelreste noch nachweisbar, so wurde nicht ausreichend desinfiziert. Lücken bei der Aufbereitung lassen sich damit erkennen und konsequent schließen.

Zur optischen Durchführungskontrolle mit UV-Licht eignet sich das BODE GlowCheck Set.

Produkte zur Flächenhygiene

Produkte zur Flächendesinfektion nach Wirkspektrum

Die Flächen-Desinfektionsmittel von HARTMANN:

 


 bakterizid (1)/ levurozid
 begrenzt viruzid (2)  fungizid  mykobakterizid  sporizid
tuberkulozid 

viruzid 
 *Adenovirus  *Norovirus (3)  *Polyomavirus  *Rotavirus
Gebrauchsfertige Lösungen
> Bacillol® AF
                     
   
> Bacillol® 30 Foam          
Vorgetränkte Tücher
> Bacillol® AF Tissues
                     
   
> Bacillol® Wipes    
> Bacillol® 30 Tissues          
> Mikrobac® Tissues / Tissues XXL          
> Kohrsolin® FF Tissues      
> Kohrsolin® extra Tissues  
Konzentrate prophylaktische
Flächendesinfektion
> Mikrobac® forte
                     
       
> Kohrsolin® FF    
Konzentrate inkl.
Schlussdesinfektion gem. §18 IfSG
> Dismozon® plus
                     
> Kohrsolin® extra

*Wirksam gegenüber…
(1) inkl. multiresistenter Bakterien
(2) inkl. HBV, HIV, HCV
(3) getestet am murinen Norovirus

 

 

Keime schneller finden:

BODE SCIENCE CENTER – Ihr wissenschaftliches Kompetenzcenter für Hygiene und Infektionsschutz mit umfassenden Hintergrundinformationen. Lesen Sie mehr!

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